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Das Konzept - Die Reggiopädagogik

Wichtigster Entwicklungsgeber für die Reggio-Pädagogik war der Leiter der kommunalen Krippen und Kindergärten Loris Malaguzzi (1920-1994). Der Pädagoge und Psychologe engagierte sich in der Nachkriegszeit zusammen mit Eltern für den Aufbau privater "Schulen" und Kinderbetreuungseinrichtungen, zunächst für unterernährte und Kriegskinder. 1950 gründete er ein Gesundheitszentrum für Kinder, 1963 nahm die erste "scuola materna" ihre Arbeit auf.

Das Erziehungskonzept, das in der norditalienischen Stadt Reggio Emilia ab den späten 60er Jahren entwickelt und ausgebaut wurde, versteht Erziehung als Gemeinschaftsaufgabe. Das Konzept experimenteller Pädagogik fand und findet weltweit Anerkennung. Im Mittelpunkt stehen wahrnehmende, forschende und lernende Kinder, deren Erfahrungen und Ausdrucksvielfalt sich in "100 Sprachen" äußert.


Bei der Reggio-Pädagogik handelt es sich nicht um eine Erziehung, die zu bestimmten Fähigkeiten und Fertigkeiten durch zielorientierte Fördermaßnahmen gelangt. Vielmehr begleitet sie Kinder auf ihren Wegen des Forschens und Lernens. So erfahren die Kinder, wie und wo sie sich die benötigten Informationen beschaffen können. Sie entwickeln sich dabei zu selbstständig denkenden und handelnden Menschen, die durch Neugier und Entdeckungsfreude an Erfahrungen lernen, statt Wissen nur zu übernehmen.


Dies ist vor allem in der Projektarbeit, die einen hohen Stellenwert hat, zu beobachten. Die thematischen Projekte entstehen aus Beobachtungen, Erlebnissen, Gesprächen und Impulsen der Kinder wie der Erwachsenen. Sie wachsen als Projekte, wenn im Prozess der kindlichen Aktivität die Fragen der Kinder Zeit, Raum und Material erhalten. Den Erzieher/innen kommt die Rolle des dialogischen Begleitens zu, dazu gehört das Beobachten, Dokumentieren und Impulsgeben. Erzieher/innen sind kompetente Partner/innen in kindlichen Forschungsprozessen. Um den Kindern die Möglichkeit der höchstmöglichen Konzentration geben zu können, arbeitet eine unserer Erzieherinnen gruppenübergreifend in Kleingruppen. Die Mitarbeiter/innen arbeiten eng miteinander und reflektieren ihre Arbeit im Team.


Die Dokumentationen sind in erster Linie persönliche Sammlungen zu den einzelnen Kindern (mit Zeichnungen, kommentierten Fotos, "Lerngeschichten" etc.), die in den mit dem "kind-eigenen" Symbol gekennzeichneten Ordner abgelegt werden. Um den Eltern Aufschluss über die Aktivitäten ihrer Kinder geben zu können, werden auch die Projekte dokumentiert: Im gesamten Raum schmücken Fotos mit Kommentaren die Wände.
Der Raum als "dritter Erzieher" - die Räume spielen in der Reggio-Pädagogik eine zentrale Rolle, die den Kindern als reichhaltige, vorbereitete Umgebung sowohl Anregung und Herausforderung als auch Geborgenheit und Rückzugsmöglichkeiten bieten. Hier finden sich viele Sinne anregende Objekte und Spiegel wieder, welche die Welt, in der wir leben, widerspiegeln. Unterschiedlichste Materialien wie Muscheln, Steine, Farben, Stoffe sind den Kindern jederzeit zugänglich und laden zum forschenden Lernen ein.

ELTERNINITIATIVE ODENTHALER KOBOLDE E.V.KINDERTAGESSTÄTTE

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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