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Ziel
der Eingewöhnungsphase ist die allmähliche Lösung
von der vertrauten Bezugsperson und der Aufbau einer stabilen Beziehung
zu einer/m Erzieher/in der Gruppe als Bezugsperson des Kindes in
der Kindertagesstätte. Der Beziehungsaufbau verläuft individuell
verschieden und das Kind bestimmt dessen Geschwindigkeit. Nachfolgend
wird in sehr komprimierter Form die Eingewöhnungszeit - beginnend
bei den ersten Besuchen im Kindergarten - geschildert.
Bereits vor Beginn des Kindergartenjahres werden neue Kinder und
ihre Eltern zu bestimmten Terminen in der Einrichtung willkommen
geheißen, um ein gegenseitiges Kennenlernen zu ermöglichen.
Bei dem ersten "Elternabend für neue Eltern", der
ca. 2 Monate vor Beginn des Kindergartenjahres stattfindet, werden
Schnuppertage vereinbart, die dem Kind (und den Eltern) die Möglichkeit
geben, sich schrittweise mit dem Kindergartenalltag vertraut zu
machen und die anderen Kinder und die Erzieher/innen kennenzulernen.
Während der ersten Tage besucht das Kind mit seiner Bezugsperson
für vorerst 1-2 Stunden die Gruppe. In den folgenden Tagen
werden kurze Trennungsphasen eingebaut, die Stück für
Stück ausgebaut werden. In dieser Zeit wird man feststellen,
ob das Kind die Erzieherin schon als Bezugsperson akzeptiert. Ist
das der Fall, wird es sich rasch von ihr trösten lassen. Lässt
sich das Kind noch nicht beruhigen, war der Trennungsversuch zu
früh und die Begleitung durch die Mutter bzw. die familiäre
Bezugsperson ist noch länger erforderlich. Der Betreuungszeitraum
wird in Absprache zwischen den Eltern und Erziehern individuell
erweitert. Kuscheltier, Schnuller o.ä. darf bei den kleinsten
Kindern (2- und 3-jährige) mitkommen.
Ein neues Kind hat meist bereits an einem Schnuppertag eine "Schatzkiste"
von der Erzieherin erhalten, die es zu Hause individuell gestalten
und füllen kann. Meist gehören Fotos von Eltern, Geschwistern,
Großeltern zu den in der Kiste aufbewahrten "Schätzen";
manche Kinder legen einen Talisman oder andere für ihn wichtige
Dinge hinein.
Da den Erzieher/innen die Rolle der Bezugsperson in der neuen Umgebung
zukommen soll, haben sie einen großen Anteil daran, wie gut
und schnell die Eingewöhnung gelingt. Dies gilt insbesondere
auch für die Altersgruppe der u3-Kinder. Aufgaben der Erzieher/innen
sind: eine vertrauensvolle Basis zu schaffen, die Kinder einfühlsam
und schützend anzuleiten und zu begleiten, ihnen sichere Räume
und Ruhezonen zu bieten, Trost bei Niederlagen, Missgeschicken o.ä.zu
spenden, Unterstützung bei Kontaktaufnahme und Konfliktbewältigung
zu bieten und Bedürfnisse des Kindes zu erkennen und zu beantworten.
So bauen die Kleinen relativ schnell Vertrauen auf: sie erleben,
dass die Erzieher/innen sie wertschätzen und zuverlässig
für sie da sind.
Für die neuen Kinder ist es erst mal wichtig, sich mit dem
Tagesablauf mit immer wiederkehrenden Elementen vertraut zu machen.
Hierzu gehören die Bringzeit, das gemeinsame Frühstück,
das Kinderparlament, das Mittagessen und die anschließende
Schlafens- bzw. Ruhezeit.
Ziel ist es, den Morgen für alle Beteiligte - aber vor allem
für die Kleinsten - in Ruhe zu beginnen und möglichst
viel im morgendlichen Ablauf zur Routine werden zu lassen.
Zur Verabschiedung haben sich Rituale bewährt. Ein beliebtes
Ritual bei den Kindern ist es, die Eltern an der Tür hinaus
zu schubsen. Sie trennen sich - werden nicht verlassen!
In unserer Einrichtung gibt es in der Mittagszeit eine eingeplante
Zeit für Ruhe und Schlafen. Wenn ein Kind sich schlafen legt,
ist dies ein guter Indikator dafür, dass eine gelungene Eingewöhnung
stattgefunden hat. Die Kinder haben in unserer Einrichtung die Möglichkeit,
von 13-15 Uhr zu schlafen bzw. zur Ruhe zu kommen und neue Kraft
zu tanken. Die Räume werden mit Vorhängen bzw. Rollos
abgedunkelt und leise, beruhigende Instrumentalmusik begleitet die
Kinder in den Schlaf. Selbstverständlich befindet sich immer
auch ein/e Erzieher/in der Gruppe im Raum der schlafenden Kinder.
Wenn ein Kind sich schlafen legt, ist dies ein guter Indikator dafür,
dass eine gelungene Eingewöhnung stattgefunden hat.
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